2015, Publikationen

Carsten Gräbel (2015): Die Erforschung der Expeditionen und koloniale Wissenskultur deutscher Geographen, 1884-1919. transcript: Bielefeld.

Was machten Geographen auf Expeditionen in den deutschen Kolonien? Wie bewältigten sie dort den Alltag und die Forschungsroutinen? Wer unterstützte sie logistisch und finanziell und wie entwickelten sie aus Beobachtungen und Messungen objektive Tatsachenbehauptungen?

Erstmals entwirft der Geograph und Historiker Carsten Gräbel ein kritisches wie vielschichtiges Panorama der geographischen Kolonialforschung. Er zeigt: Die Kolonien waren für Geographen ein topographischer Raum, den es zu durchqueren, zu kartieren und nach den Regeln der geographischen Wissenschaft zu erforschen galt – zugleich handelte es sich um einen mit politischen Emotionen und ökonomischen Erwartungen aufgeladenen Zukunftsraum.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 – 4

  2. Inhalt

    Seiten 5 – 6

  3. Danksagung und Widmung

    Seiten 7 – 8

  4. Einleitung: Geographie als koloniales Projekt

    Seiten 9 – 22

  5. 1. Imperialer Aufbruch

    Seiten 23 – 46

  6. 2. Die »academic community« der Kolonialgeographen

    Seiten 47 – 86

  7. 3. Disziplinäres Selbstverständnis und Kolonialideologie

    Seiten 87 – 126

  8. 4. Expeditionsalltag und koloniale Situationen

    Seiten 127 – 178

  9. 5. Planungen, Forschungstechniken und Verschriftlichungen

    Seiten 179 – 226

  10. 6. Produktion und Ordnung kolonialer Räume

    Seiten 227 – 282

  11. 7. Ethnographische Ordnungsvorstellungen

    Seiten 283 – 310

  12. 8. Die Kolonien als Wirtschaftsraum der Zukunft

    Seiten 311 – 348

  13. Schluss: Koloniale Eigentümlichkeiten

    Seiten 349 – 356

  14. Anhang

    Seiten 357 – 358

  15. Quellen und Literatur

    Seiten 359 – 404

  16. Backmatter

    Seiten 405 – 406